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Divergences, Revue libertaire internationale en ligne
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On-line gesetzt am 7. September 2012
Rubrik : Willkommen

Gegen 4.30 Uhr am Montagmorgen, den 3. September, machten sich die Musiker_innen der Gruppe Lebenslaute auf den Weg nach Oberndorf am Neckar, wo die Waffenfabrik der Firma Heckler & Koch steht. In der Fabrik im Schwarzwald werden Kleinwaffen produziert. Dagegen protestierten die Musiker_innen mit ihren Mitteln der musikalischen Blockade der Zugänge und Zufahrtswege. Mehr als 100 Menschen beteiligten sich an der Aktion. Nach mehr als fünfstündiger Blockade hielten die lebenslaute vor dem Haupttor ein großes Konzert ab, zu dem mehrere hundert Zuhörer_innen kamen.

Ein Open-Air-Konzert der anderen Art – mit zivilem Ungehorsam
On-line gesetzt am 22. August 2012
Rubrik : Willkommen

>> Aufruf: (Aktionsberichte und Videos am Ende)

Mehr als 30 Kriege toben weltweit, mit jeweils Tausenden von Toten, Verletzten und ungezählten Flüchtlingen. Und während Deutschland allgemein von der herrschenden Wirtschaftsweise profitiert, verdienen unsere Rüstungsfabriken auf direkte Weise mit an Zerstörung, Leid und Tod.

So auch die beschaulich zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb gelegene Firma Heckler & Koch. Sie hat sich auf die Produktion sogenannter „Kleinwaffen“ (Gewehre, Pistolen, MG usw.) spezialisiert, welche als profitable Exportschlager in die Welt hinausgehen, um dann in allen nur denkbaren Kriegs- und Krisengebieten wieder aufzutauchen. Diese so genannten „Kleinwaffen“ sind heute laut UN die größte Massenvernichtungswaffe auf der Welt: Alle elf Sekunden stirbt ein Mensch an ihrem Einsatz.

Indirekte Folge solcher Waffenlieferungen ist eine große Zahl von Flüchtlingen. Doch diejenigen, denen es gelingt, überhaupt die Grenzen zu uns zu überwinden, werden meistens unter beschämenden Umständen wieder in ihre Herkunftsländer abgeschoben.

Mit unserer Konzert-Aktion wollen wir den Opfern eine (...)

Helmut Donat
On-line gesetzt am 12. Juli 2012
Rubrik : Willkommen

Am 21. Mai 1920 umstellen sechzig Soldaten das Gut „Waldfrieden“ in der Neumark. Eine Denunziation, der Besitzer des Gutes, Kapitänleutnant a. D. Hans Paasche, halte ein Waffenlager versteckt, reicht als Vorwand für eine Hausdurchsuchung. Er weiß, daß er auf den Abschußlisten der Feme steht, doch heute sonnt er sich mit seinen Kindern am nahegelegenen See. Der Dorfpolizist kommt: „Ich muß Sie sprechen.“ Als Paasche auf dem Weg zum Haus die Soldaten sieht, will er umkehren und sich in den nahe gelegenen Wald retten. Man läßt ihm keine Chance. Zwei Schüsse treffen ihn tödlich. Später singen die Soldaten: „Hakenkreuz am Stahlhelm, schwarz-weiß-rot das Band, die Brigade Ehrhardt werden wir genannt.“ Waffen wurden nicht gefunden. Ein Haftbefehl bestand nicht.

Die amtliche Untersuchung bezweckt die (...)

On-line gesetzt am 23. Juni 2012
Rubrik : Willkommen

Iran kann sich zur Legitimation seiner Atompolitik auf die deutsche Haltung zum Atomwaffensperrvertrag berufen. Das internationale Abkommen, das die Nichtverbreitung von Kernwaffen aller Art vorschreibt (Non-Proliferation), wurde von der Bundesrepublik während seines Entstehungsprozesses massiv aufgeweicht.

Deutsche Regierungspolitiker wollten sich zunächst nicht mit einem von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs geforderten vollständigen Verzicht auf nukleare Bewaffnung abfinden und sahen dies als Verstoß gegen die "nationale Würde" an. Dass die Bundesrepublik die völkerrechtliche Übereinkunft 1975 schließlich doch noch ratifizierte, war allein dem Zugeständnis geschuldet, Westdeutschland bei der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie freie Hand zu lassen. Federführend auf diesem Gebiet war das Kernforschungszentrum Karlsruhe, das heute unter der Bezeichnung Karlsruher Institut für Technologie (KIT) firmiert. Die Politik der Institution wurde maßgeblich von ehemals führenden Nationalsozialisten und Kriegsverbrechern bestimmt; Mitarbeiter erklärten, in der Einrichtung herrsche ein (...)

Uli Klan
On-line gesetzt am 21. Juni 2012
Rubrik : Willkommen

Ein Satz von Johannes Rau, der seine Amtszeit als Bundespräsident überdauert hat, lautet: „Zivilcourage braucht positive Beispiele“. In der Tat: Wir wissen von zu wenigen. Nach wie vor.

Ein solches Beispiel ist Armin T. Wegner. Ein deutscher Dichter und Kriegsgegner, ein Reiseschriftsteller und Anwalt der Menschenrechte. Ein Bestsellerautor, der später um so gründlicher vergessen und verdrängt wurde. Ein Prominenter, der nicht weg schaute. Der handeln musste, „wenn das Herz sich vor Empörung zusammenzieht“, wie er schrieb. Auch als er noch nicht prominent war.

Armin T. Wegners Beispiel ist gegenwärtig. Seit 2002 haben sich im In- und Ausland Schriftsteller, Musiker, Künstler, Journalisten, Wissenschaftler, Pädagogen und einfach `nur` Begeisterte zur Armin-T.-Wegner-Gesellschaft e.V. zusammengeschlossen. Die internationale Vereinigung hat ihren Sitz in Wuppertal, der Geburtsstadt des Dichters (www.armin-t-wegner.de). In Los Angeles folgte 2003 die Gründung der Armin T. (...)

Elke Steven
Anlässlich der Aktionen zu Blockupy in Frankfurt
On-line gesetzt am 13. Juni 2012
Rubrik : Willkommen

Daß uns Demonstrationsrechte nicht gewährt werden, sondern daß wir sie immer neu erkämpfen müssen, ist eine alte Erkenntnis. Staatliche Versuche, Protest zu diskreditieren, ihn als gewalttätig und darum gefährlich für die öffentliche Ordnung darzustellen, sind auch nichts Neues. Im Brokdorf-Beschluß setzte deshalb 1985 das Bundesverfassungsgericht Maßstäbe für den staatlichen Umgang mit diesen Grund- und Menschenrechten: Versammlungs- und Meinungsfreiheit sind »unentbehrliche und grundlegende Funktionselemente eines demokratischen Gemeinwesens«. Die Karlsruher Richter führten aus, Versammlungen enthielten »ein Stück ursprünglich-ungebändigter unmittelbarer Demo-kratie, das geeignet ist, den politischen Betrieb vor Erstarrung in geschäftiger Routine zu bewahren«.

Demonstrationen anderswo – wie im (...)

On-line gesetzt am 10. Juni 2012
Rubrik : Deutsch

FREIe HEIDe und Freier Himmel

Wellen plätschern, Blätter rauschen, Vögel zwitschern, ein Kuckuck ruft - Natur pur am Nordufer des Nebelsees bei Krümmel. Zufrieden sitzt Barbara Lange auf einer Bank am Seeufer an der Südgrenze Mecklenburg-Vorpommerns und blinzelt in die Sonne. "Für diese unberührte Stille in der Natur haben wir gekämpft." Zehn Jahre stand die Mirowerin als Sprecherin in der ersten Reihe der Aktionsgemeinschaft "Freier Himmel" und kämpfte gemeinsam mit der Brandenburger Bürgerinitiative "Freie Heide" sowie einem breiten Bündnis über Ländergrenzen hinweg gegen den geplanten Luft-Boden-Schießplatz bei Wittstock - ein Kampf gegen donnernde Tiefflieger über Ruhe suchenden Urlaubern. Ein Kampf von einfachen Bürgern gegen den Staat und seine Armee. Fast drei Jahre ist es her, dass der Bundesverteidigungsminister den (...)

Ekkehart Krippendorff
Zehn autobiographische Versuche
On-line gesetzt am 21. Mai 2012
Rubrik : Deutsch

Neuerscheinung

Ekkehart Krippendorff, 1934 geboren, emeritierter Professor der Freien Universität Berlin, darf von sich behaupten, der erste ausschließlich politikwissenschaftliche Student und Promovend in Deutschland zu sein. Er hat als kleiner Junge noch die letzten Kriegsjahre miterlebt, war 1960 bis 1963 als Fulbright-Stipendiat Augenzeuge der Aufbruchsjahre in den USA und wurde Mitbegründer der deutschen Friedensforschung. Mit seinem Rauswurf aus der FU 1965 begann die deutsche Studentenbewegung, zu deren Sprechern er 1968 gehörte.

In den Siebzigerjahren lehrte er in Italien und erlebte dort das "rote Bologna". Wissenschaftlich beeinflusste er über die Universität hinaus soziale Protestbewegungen mit seiner historisch-systematischen staatskritischen Monographie Staat und Krieg, die den (...)

Dokumentarfilm von Robert Krieg und Monika Nolte, 84 Min. HD, Deutschland 2012
On-line gesetzt am 3. Mai 2012
Rubrik : Deutsch

Ein Film, der einfühlsam aus der Graswurzelperspektive vier Sinti und die Erben Django Reinhardts portraitiert: "Musik ist unsere Sprache. Musik ist Freiheit"

"Newo Ziro - Neue Zeit",

Früher stand am "Deutschen Eck" das monumentale Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. in hochherrschaftlicher Pose, um an die Reichsgründung zu erinnern. Die an der Mündung der Mosel in den Rhein protzig zur Schau gestellte Verkörperung militärischen Großmachtstrebens wurde später zerstört und 1990 in Erinnerung an die "Wiedervereinigung" erneuert.

Hier befindet sich heute das Bundesgartenschaugelände von Koblenz, wo ganze Heerscharen kaffeetrinkender und mampfender GermanInnen in deutscher Gemütlichkeit ihren Tagesausflug absolvieren.

Gleich nebenan leben seit mehreren Generationen Sinti und Roma ein ganz anderes Leben.

Die FilmemacherInnen Monika Nolte und Robert Krieg zeigen diesen Kontrast in einer eindrucksvollen Szene: Im Talhintergrund befindet sich die (...)

Ein Erfahrungsbericht
On-line gesetzt am 3. Mai 2012
Rubrik : Deutsch

Seit einiger Zeit nehme ich ein paar mal im Jahr an so genannten Singfreizeiten teil, zu denen sich einige befreundete Familien und Einzelkämpfer eine Woche lang an einem schönen Ort treffen, um miteinander mehrstimmig zu singen. Obwohl groß Teile des dort gepflegten Repertoires der christlichen Singtradition entstammen, macht das einen Heiden-Spaß. In den meistens mit Rotwein und Doppelkopf-Runden durchgebrachten Nächten kommt dann jedes Mal ein Streit auf, der zwar freundschaftlich, aber unerbittlich ausgetragen wird: Welches sind die politischen Implikationen der Chormusik?

"Chorsingen verträgt sich nun einmal nicht mit Demokratie", pflegt dann die Chorleiterin - nennen wir sie hier einmal Sabine - zu sagen, "wenn da jeder mitreden wollte, kämen wir zu nichts! Chorsingen ist Diktatur!" Und jedes Mal entgegne ich: "Ja freilich brauchen wir beim Singen deine Anweisungen; und dennoch ist Chorsingen, gerade wenn es fluppt, Demokratie, genauer gesagt sogar Anarchie - insbesondere, solange du den Chor leitest!" Sie will und will es mir nicht glauben. Also: Schauen wir uns das Problem einmal etwas näher an.

Kanon

Glücklicherweise gehört zu den Evergreens all dieser Singfreizeiten ein Lied, welches diese Frage direkt thematisiert. Es hat den Titel "Chorsingen ist Diktatur" und folgenden Text: "Chorsingen ist Diktatur, / Da ist von Demokratie keine Spur! / Die (...)

On-line gesetzt am 3. Mai 2012
Rubrik : Deutsch

Staatliche deutsche Stellen und die Deutsche Bank treiben den Ausverkauf von Gemeineigentum in den südeuropäischen Krisenstaaten voran.

In Griechenland "berät" die bundeseigene Außenwirtschafts-Förderagentur "Germany Trade and Invest" (GTAI) den "Hellenic Republic Asset Development Fund" (HRADF), der seit Ende März alle Besitztitel an griechischem Staatseigentum hält und dessen Verkauf vorbereitet. Der HRADF arbeitet nach dem Modell der deutschen Treuhand, der vorgeworfen wird, ab 1990 das einstige DDR-Volksvermögen umfassend verschleudert zu haben; er profitiere von den "deutschen Erfahrungen beim Privatisierungs- und Umstrukturierungsprozess in den neuen Bundesländern", heißt es im Bundeswirtschaftsministerium. Die Agentur GTAI, die bei der Suche nach Interessenten mit ihrem griechischen Pendant "Investment in Greece" zusammenarbeitet, sieht "attraktive Investitionschancen" bei Immobilien und Bodenschätzen, in der (...)


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    den 7. September 2012
    "Lebenslaute Aktion 2012 vor Heckler & Koch"


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