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Daniel Ellsberg
Ein politischer Weggefährte erinnert sich
Howard Zinn: Zum Gedenken
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Soeben habe ich erfahren, dass mein Freund Howard Zinn heute gestorben ist (27. Januar 2010). Heute Morgen gab ich dem Boston Phoenix ein Interview über einen Dokumentarfilm, der im Februar in Boston herauskommen wird und in dem Zinn eine zentrale Rolle spielt. Der Interviewer fragte mich, ob ich persönlich auch Helden hätte. Ich musste nicht lange überlegen, sondern sagte sofort: "Howard Zinn".

Vor ein paar Wochen, am 7. Dezember, nachdem ich den Film gesehen hatte, wachte ich am anderen Morgen mit dem Gedanken auf, dass ich Zinn noch nie gesagt hatte, wie viel er mir bedeutet. Einmal in meinem Leben setzte ich diesen Gedanken zeitnah in die Tat um. Ich schickte ihm eine E-Mail, in der ich ihm unter anderem sagte (was ich anderen schon so oft über ihn gesagt hatte), dass er, "meiner Meinung nach der beste Mensch", sei, "den ich je kennengelernt habe, das beste Beispiel für das, was ein Mensch sein kann und aus seinem Leben machen kann".

Daniel Ellsberg

Zum ersten Mal begegneten wir uns Anfang 1971 in der Faneuil-Halle in Boston, wo wir beide einen Redebeitrag hielten. Wir wandten uns gegen die Anklagen gegen Eqbal Ahmad und Phil Berrigan - wegen "Konspiration zur Entführung Henry Kissingers". Anschließend marschierten wir mit der Menge von der Halle vor das FBI-Büro von Boston - um uns "als Bürger verhaften zu lassen" (Citizens’ Arrest). Etwas später im selben Frühjahr beteiligten wir uns mit unserer Bezugsgruppe (zu der u.a. Noam Chomsky, Cindy Fredericks, Marilyn Young, Mark Ptashne, Zelada Gamason, Fred Branfman und Mitch Goodman gehörten) an den Aktionen zum 1. Mai. Wir blockierten den Verkehr in Washington (nach dem Motto, "wenn sie den Krieg nicht stoppen, stoppen wir die Regierung"). Howard erzählt darüber in dem angesprochenen Film. Noch ausführlicher habe ich darüber in meinen Memoiren ‘Secrets: A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers’2 (S.376-381) erzählt. Nachdem die meisten (aus unserer Gruppe) weg waren, wurde Howard in Washington verhaftet. Einen Tag später kam er zu der Kundgebung nach Boston, die mit einer Blockade des Federal Building verbunden war. Aus Platzgründen konnte ich diese Episode nicht in mein Buch aufnehmen und habe sie nie veröffentlicht. Hier ein Auszug aus meinem Manuskript:

"Einen Tag später war Howard Zinn der letzte Redner auf einer Großkundgebung auf dem ‘Boston Common’. Ich befand mich im hinteren Teil einer großen Menschenmenge und hörte (ihm) über Lautsprecher zu. 27 Jahre später erinnere ich mich noch an Einiges, was er sagte: "Am 1. Mai wurden Tausende von uns in Washington verhaftet, weil wir den Frieden störten. Aber es gibt keinen Frieden. In Wirklichkeit wurden wir verhaftet, weil wir den Krieg störten".

"Wenn Thomas Jefferson und Alexander Hamilton gestern in den Straßen von Georgetown unterwegs gewesen wären", so Zinn weiter, "hätte man sie verhaftet - verhaftet, aufgrund ihrer Jugend".

Am Schluss seiner Rede sagte er: "Ich möchte mich an einige Zuhörer wenden - an die Polizisten in Zivil unter uns, an die Agenten des Militärgeheimdienstes, die (uns) überwachen sollen. Ihr handelt wie Geheimpolizisten, ihr spioniert eure amerikanischen Mitbürger aus. Ihr solltet nicht tun, was ihr tut. Ihr solltet darüber nachdenken und aufhören. Ihr müsst keine Befehle ausführen, die sich gegen den Kern dessen richten, was es heißt, Amerikaner zu sein".

Diese letzten Worte kann ich nicht exakt wiedergeben, doch dem Sinn nach. Am nächsten Tag musste Zinn für diesen Kommentar die Zeche bezahlen. Wir saßen nebeneinander vor dem ‘Federal Building’ in Boston. Unsere Leute bildeten einen Sitzkreis um das Gebäude. Wir saßen Schulter an Schulter, so dass niemand rein oder raus konnte, ohne über uns zu stolpern. Hinter uns standen eine Menge Leute mit Schildern. Sie wollten uns unterstützen aber nicht riskieren, verhaftet zu werden. Vor uns stand eine Reihe Polizisten, die verhinderten, dass wir uns dem Haupteingang des Gebäudes noch mehr nähern konnten. Hinter dieser Polizeilinie befand sich eine große Formation Polizisten. Diese trugen Helme mit Plastikvisieren, die nach hinten geklappt waren. In ihren Händen hielten sie lange schwarze Knüppel, die über einen Meter lang waren. Die Prügel sahen aus wie lange Baseball-Schläger. Später teilten uns unsere Anwälte mit, dass die Vorschriften der Stadtpolizei von Boston den Einsatz solch langer Knüppel verbieten.

Zunächst war unser Verhältnis zu der Polizei fast freundschaftlicher Art. Wir saßen ungestört direkt vor den Füßen der Polizisten, die den Eingang bewachten. Wir füllten den Kreis auf, der sich um die (beiden) Ecken zog. Dann kam jemand hinter dem Gebäude hervor und verkündete über Megaphon: "Die Blockade ist komplett. Wir haben das Gebäude umstellt!" Die Menge hinter uns jubelte. Leute gesellten sich zu uns und setzten sich mit in den Kreis, so dass es ein doppelter oder sogar dreifacher Kreis wurde.

Wir dachten, man würde nun bald mit den Verhaftungen beginnen, doch zunächst blieb die Polizei passiv. Sie hätten ohne weiteres einen Zugang durch unsere Linien schaffen und offen halten können, damit die Angestellten raus und rein konnten, aber aus irgendeinem Grund taten sie es nicht. Wir dachten, vielleicht sympathisieren sie tatsächlich mit unserem Protest und zeigen auf diese Weise, dass sie mit dabei sind. Im Verlauf des Morgens zogen unsere Leute Äpfel, Kekse und Wasserflaschen aus ihren Taschen und Rucksäcken und ließen die Sachen herum gehen. Sie boten auch den Polizisten, die vor uns standen, davon an. Alle Polizisten lehnten ab, aber sie schienen es zu schätzen zu wissen.

Schließlich kam einer der Polizeioffiziere zu Howard und sagte: "Sie sind Professor Zinn, nicht wahr?" Howard bejahte, und der Polizist reichte ihm die Hand hinunter und schüttelte Zinns Hand begeistert. "Ich habe Ihren Vortrag an der Polizeiakademie gehört", sagte er. "Viele von uns haben (ihn gehört). Es war ein wundervoller Vortrag". Man hatte Zinn gebeten, einen Vortrag über die Rolle des zivilen Ungehorsams und Dissens in der Geschichte der Vereinigten Staaten zu halten. Weitere Polizisten kamen herüber, um Howard Respekt zu zollen und für seinen Vortrag zu danken. Die Stimmung unterschied sich doch um Einiges von der in Washington.

Dann kamen einige Angestellte in einer Reihe aus dem Gebäude - in Mantel und Krawatte, die Frauen in Kleidern. Sie hoben die Arme und hielten eine Karte in den erhobenen Händen. Als sie um uns herumgingen, sahen wir, was für eine Art Karte es war. Es waren ihre ID-Karten, die zeigten, dass sie staatliche Angestellte waren. Mit der anderen Hand machten sie das Friedenszeichen. Sie gingen um das Gebäude, um ihre Solidarität mit unserer Aktion zu zeigen. Über Megaphon sagte ihr Sprecher: "Auch wir wollen, dass dieser Krieg endet! Vielen Dank für das, was ihr tut! Macht weiter." Fotografen - auch Polizeifotografen - machten Bilder von ihnen. Einige hielten ihre Ausweise hoch, so dass sie auf den Bildern zu erkennen sein würden. Es war der Höhepunkt des Tages.

Kurz, nachdem die Angestellten wieder in das Gebäude zurückgegangen waren, änderte sich die Stimmung unter den Polizisten. Ein Befehl war ausgegeben worden. Der Polizeiblock im Zentrum des Platzes formierte sich straff. Die Plastikvisiere wurden nach vorne geklappt. Die Polizisten direkt vor uns strafften sich, zurrten ihre Uniformen zurecht und klappten ihre Visiere herunter. Offensichtlich war die Zeit der Verhaftungen gekommen. Diejenigen unter unseren Sympathisanten, die nicht verhaftet werden wollten, zogen sich jetzt zurück.

Doch es gab keine Verhaftungswarnung. Ein Pfiff ertönte, und die Polizeilinie bewegte sich - Zentimeter um Zentimeter - vorwärts. Die schwarzen Knüppel waren aufrecht erhoben. Die Polizei würde durch unsere Linien oder über uns hinweg marschieren und uns nach hinten stoßen. Der Mann vor uns - es war der Polizeioffizier, der vorhin mit Howard über dessen Vortrag gesprochen hatte, flüsterte uns atemlos zu: "Gehen Sie! Jetzt! Schnell, stehen Sie auf!" Er wollte uns nicht drohen, er wollte uns warnen.

Howard sah mich an, ich sah Howard an. Wir waren auf unsere Verhaftung gefasst. Es schien uns nun nicht richtig, einfach aufzustehen und wegzugehen - ohne verhaftet zu werden - nur, weil einer es sagte. Also blieben wir. Auch keine(r) der anderen ging. Stiefel stießen an unsere Schuhe. Die Stimme über unseren Köpfen flüsterte jetzt sehr eindringlich: "Bewegen Sie sich! Bitte! Um Himmels willen, bewegen Sie sich sofort!" Uniformierte Knie wurden gegen unsere Knie gedrückt. Ich sah einen Knüppel niedersausen. Ich hob die Hände vors Gesicht, ballte sie zu Fäusten. Ein meterlanger Knüppel traf mein Handgelenk sehr hart. Ein weiterer Schlag traf meine Schulter.

Ich rollte mich auf die Seite und hielt meine Arme weiter vor meinen Kopf. Ich stand auf und wich ein paar Meter zurück. Mehrere Polizisten zerrten Howard weg. Einer hielt Howards Arme auf dem Rücken fest, während ein zweiter seinen Kopf an den Haaren nach hinten riss. Jemand hatte sein Hemd in zwei Teile zerrissen. Blut rann über seine nackte Brust. Kurz zuvor hatte er neben mir gesessen. Ich erwartete, dass sie mit mir dasselbe tun würden, aber keiner griff an. Ich sah auch keine weiteren Verhaftungen. In der Zwischenzeit saß niemand mehr am Boden. Der Kreis war durchbrochen und löste sich auf. Diejenigen, die (am Boden) gesessen hatten, waren nicht weit weg. Sie - und ich - standen einige Meter entfernt. Sie sahen sich um und tasteten die verprügelten Körperstellen ab. Die Polizei bewegte sich nicht weiter. Sie standen in einer Reihe. Die Visiere blieben weiter nach vorne geklappt. Sie schlugen mit den Knüppeln leicht gegen ihre Hände. Sie waren noch voller Adrenalin, aber sie standen still.

Über meine Hand lief Blut und bedeckte meinen Handrücken. Ich trug eine massive Armbanduhr, die die Wucht des Schlages abgefangen hatte. Der Knüppel hatte das Glas zerschlagen. Glassplitter waren in meine Haut eingedrungen. Blut tropfte von meinen Fingern. Jemand gab mir ein Taschentuch, das ich um mein Handgelenk wickeln konnte und sagte, ich solle den Arm hochhalten. Das Taschentuch war bald durchtränkt. Das Blut lief mir den Arm hinunter, während ich mich nach einer Ersten-Hilfe-Station umsah. Eigentlich sollte eine im hinteren Teil der Menschenmenge sein, in einer Ecke des Platzes. Endlich fand ich sie. Jemand pickte das Glas aus meinem Arm und legte mir einen dicken Verband an.

Ich ging wieder zurück zu der Protestaktion. Die Polizisten standen immer noch da, wo sie angehalten hatten. Die Sitzblockade hatte sich neu formiert. Die Leute saßen jetzt einige Meter weiter weg als vordem. Es schienen mehr Sitzblockierer geworden zu sein, nicht weniger, denn viele Sympathisanten hatten sich eingereiht. Aber es war still; niemand sprach laut, niemand lachte. Die Leute warteten darauf, dass die Polizei wieder vorrücken würde. Man erwartete nicht, dass es zu weiteren Verhaftungen kommen würde.

Sie hatten nur drei oder vier Leute aus der Reihe gepickt und verhaftet. Die Polizei hatte (wie sich später herausstellte) beschlossen, lediglich die "Anführer" zu verhaften. Sie gönnte uns nicht die Publicity von Verhaftungen und Prozessen. Howard gehörte nicht zu den Organisatoren der Aktion. Wie der Rest von uns war er nur ein Beteiligter. Aber aus der Art, wie sie mit ihm umsprangen, wie sie ihn aus der Reihe gezogen hatten, (schloss ich), dass seine Kommentare vom Vortag jemandem sauer aufgestoßen waren.

Ich fand Howards Frau Roz. Sie saß mit in der Reihe. Sie saß etwas zur Seite - im rechten Winkel zu dem Ort, an dem Howard und ich vorhin gesessen hatten. Ich setzte mich zwischen sie und die Frau, die mit den beiden zusammenwohnte. Es war eine Frau im selben Alter wie Roz. Die Zwei waren zuvor unter den Sympathisanten gewesen und hatten gesehen, was mit Howard passiert war.

Als ich auf die uniformierte Polizeiformation mit ihren Knüppeln sah, fühlte ich mich nackt. Mir war klar, dass es eine Illusion ist, zu glauben, dass das Tragen einer Waffe einen in einem Kampf schützt, aber es ist eine Illusion, die funktioniert. Zum ersten Mal war mir sehr bewusst, dass ich unbewaffnet war. Endlich hatte ich begriffen - in meinem eigenen Land begriffen -, wie sich ein vietnamesischer Dorfbewohner fühlen muss, wenn die Marines eine "Kirmes" veranstalten, wie sie es nannten: Sie trieben alle Dorfbewohner zusammen - einschließlich Frauen, Kinder und Alten, auch Menschen, die nicht im wehrpflichtigen Alter waren oder zu jung, um Vietkongs zu sein -, und befragten sie einzeln in einem Zelt. Zur selben Zeit verteilten sie draußen Süßigkeiten an die Kinder und nahmen Impfungen vor. So versuchten sie, "Herz und Verstand" der Leute zu gewinnen und Informanten zu rekrutieren. Keiner der Dorfbewohner konnte wissen, was die Soldaten - in ihrer Kampfausrüstung - als Nächstes tun oder wen sie festnehmen würden.

Wir saßen also da, redeten und warteten, dass die Polizei erneut angreifen würde. Sie klappten ihre Helmvisiere herunter und formierten sich. Die beiden Frauen an meiner Seite waren älter als ich. Ich rückte meinem Körper etwas vor, so dass ich die ersten Schläge abbekommen würde. Plötzlich spürte ich eine Hand an meinem Ellenbogen. Es war die Hausgenossin der Zinns. Sie sah mich kalt an und sagte: "Entschuldigung, aber das war mein Platz". ("Ich bin an jenem Tag nicht gekommen und habe mich hingesetzt, um mich von dir schützen zu lassen", erklärte sie mir einmal später.) Ich entschuldigte mich und rückte wieder nach hinten, hinter die beiden Frauen.

Niemand bewegte sich. Auch die Polizei bewegte sich nicht. Sie standen in Formation und sahen uns an - mit den Plastikvisieren über ihren Gesichtern. Das ging eine Weile so. Sie rückten nicht wieder vor. Sie hielten einen Durchgang für die Angestellten frei, so dass diese nach 17 Uhr das Gebäude verlassen konnten. Schließlich zog die Polizei ab, und wir zogen auch ab….

Etwa einen Monat später ereignete sich eine erfreulichere Geschichte. Es war der 12. Juni 1971, ein Samstag. Wir hatten uns mit Howard und Roz verabredet, um uns am Harvard Square den Kinofilm ‘Butch Cassidy and Sundance Kid’ anzusehen. An diesem Morgen erfuhr ich von einem Mitarbeiter der New York Times, dass die Zeitung die streng geheimen Dokumente, die ich ihr am Abend zuvor geschickt hatte, veröffentlichen würde - ohne mich vorher zu warnen. Das hieß, dass ich jeden Moment Besuch vom FBI bekommen konnte. Ich hatte Kopien der ‘Pentagon Papers’ in meinem Apartment, weil ich sie auch Senator Mike Gravel zukommen lassen wollte (zur Unterstützung seiner Bemühungen gegen die Wehrpflicht).

Zitat aus meinen Memoiren ‘Secrets: A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers’ (S. 386):

"Ich musste die Dokumente aus unserer Wohnung schaffen. Ich rief die Zinns an. Sie wollten eigentlich bei uns vorbeischauen und sich später mit uns im Kino treffen. Wir baten sie, stattdessen zu ihnen kommen zu dürfen. Sie wohnten in Newton. Ich nahm die Papiere in einer Kiste mit. Ich stellte sie hinten ins Auto. Sie (die Zinns) waren nicht gerade die idealen Personen, um das FBI abzulenken. Howard hatte die Untergrundbewegung des Antikriegsaktivisten Daniel Berrigan gemanagt, als dieser sich monatelang vor dem FBI versteckt hielt (so gesehen war Zinn die ideale Person, um etwas vor dem FBI zu verstecken). Es war anzunehmen, dass sein Telefon angezapft war - selbst wenn er (Zinn) nicht kontinuierlich observiert werden sollte. Doch ich wusste nicht, an welche Person ich mich sonst hätte wenden sollen - an diesem Samstagnachmittag - und schließlich hatte ich Howard einen Großteil der Pentagon-Papiere (Studie) ohnehin zum Lesen gegeben. Er sollte sie als Historiker lesen. Er bewahrte sie in seinem Büro an der Boston University auf. Wie ich erwartet hatte, sagten die Zinns sofort zu. Howard half mir, die Kiste aus dem Auto hochzutragen.

Wir fuhren wieder an den Harvard Square und sahen uns den Film an.
Die Zinns hatten den Film noch nie gesehen. Er gefiel uns allen. Danach kauften wir uns bei Brigham’s Eis in der Waffel und kehrten in unsere Wohnung zurück. Howard und Roz gingen heim, kurz bevor die erste Ausgabe der Sonntagsausgabe der New York Times erschien, so dass sie sie am Kiosk der Untergrundbahn unter dem Square kaufen konnten. Gegen Mitternacht gingen Patricia und ich zum Square und kauften uns mehrere Ausgaben der Times.

Während wir die Stufen zum Harvard Square hinauf gingen, lasen wir auf der Titelseite die Geschichte über das Geheimarchiv (Pentagon Papers). Die Story zog sich über drei Spalten. Wir fühlten uns sehr gut."

Howard Zinn 2008

Daniel Ellsberg ist ein US-amerikanischer Ökonom und ehemaliger Whistleblower des Pentagons. Durch die Veröffentlichung der von ihm an die Öffentlichkeit gebrachten Pentagon-Papiere deckte er einen Skandal im Umfeld des Vietnamkrieges auf.



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