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Divergences, Revue libertaire internationale en ligne
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»nicht alles tun«
Ziviler und Sozialer Ungehorsam an den Schnittstellen von Kunst, radikaler Politik und Technologie
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Praktiken zivilen / sozialen Ungehorsams standen im Zentrum verschiedenster sozialer Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Ihre vielfältigen Formen innerhalb gegenwärtiger Proteste sind jedoch kaum aufgearbeitet. Noch schlechter bestellt ist es um das Thema im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst, die zivilen/sozialen Ungehorsam abbildet, reflektiert, diskutiert und selbst Teil dessen wird.

Mit diesem Buch wird diese Lücke geschlossen: Ausgangspunkt ist dabei aber nicht das berühmte Diktum H. D. Thoreaus, angesichts von Unrecht und Unterdrückung das Gesetz zu brechen. Vor dem Hintergrund veränderter Herrschaftsverhältnisse geht es um die Frage, was zu tun ist, wenn man, wie
Thoreau nebenbei bemerkt, „nicht alles tun“ kann und soll. Das diskutieren die Beiträge des Buches an den Schnittstellen von Kunstproduktion und sozialen Bewegungen.

Eine Publikation zum Ausstellungsprojekt in der Galerie IG Bildende Kunst Wien und im Kunstraum emyt Berlin (Juni/Juli 2008). Mit zahlreichen Abbildungen der künstlerischen Arbeiten zum Thema.

Texte:

Einleitung Jens Kastner/Bettina Spörr:

„nicht alles tun“?
Ziviler/sozialer Ungehorsam und Kunst.

John Holloway:

Über Poesie und Revolution

Lou Marin:

Ein Jahrhundert des Revolutionären Zivilen Ungehorsams

Kurzer Abriss des aktivistischen zivilen Ungehorsams aus gewaltfrei-anarchistischer Sicht

Ulrike Laubenthal:

Ziviler und Sozialer Ungehorsam gleich Verweigerung plus Utopie?

Andrea Pabst:

Vom zivilen zum sozialen Ungehorsam und zurück?

Zur Begriffspolitik globalisierungskritischer Proteste

Inke Arns:

Die Windungen der Schlange

Minoritäre Taktiken im Zeitalter der Transparenz

Jens Kastner und Gerald Raunig:

Offensive Flucht statt Gesetzesbruch

Zum Ungehorsam angesichts des Thoreau’schen Imperativs

Alle Texte erscheinen auf Deutsch und Englisch.


Die HerausgeberInnen:

Elisabeth Bettina Spoerr, Jg. 1972, Mag. phil, Kunsthistorikerin, seit 2002 Assistenz-Kuratorin und Ausstellungskoordinatorin in der Generali Foundation Wien.

Jens Kastner, Jg.1970, Dr. phil., Soziologe und Kunsthistoriker, lebt als freier Autor und Dozent in Wien. Lehrbeauftragter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Uni Wien und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunst- und Kulturtheorie der Akademie der
Bildenden Künste, Wien. Veröffentlichungen in diversen Zeitungen und Zeitschriften zu Sozialen Bewegungen, Cultural Studies und zeitgenössischer Kunst. Koordinierender Redakteur von Bildpunkt. Zeitschrift der IG Bildende Kunst.

ISBN-13: 978-3-89771-481-6, 195 Seiten,

Preis: 16,00 Euro

http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,297,7.html



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